Scharfe Einblicke

Schon den ganzen Winter wurden wir angefragt, ob unsere Bienenstände nicht besichtigt werden können. Natürlich ist das möglich! Noch ist es dafür allerdings zu früh. Bis die erste Bienen-Generationen des Jahres geschlüpft sind, dürfen die Bienen nicht gestört werden. Wer dennoch schon einmal einen genaueren Blick auf die Tiere werfen will, dem empfehlen wir einen Blick durch das Rasterelektronenmikroskop der ‚Fördergemeinschaft nachhaltige Landwirtschaft e.V.‘. Hier wird die Anatomie der Honigbiene genau erklärt und mit echt scharfen Abbildungen illustriert.

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Hummeln nutzen die elektrischen Felder von Blüten zur Orientierung

Zwei Wissenschaftler der Universität Bristol, Dominic Clarke und Heather Whitney, haben kürzlich beschrieben, wie Hummeln elektrische Felder von Blüten als Orientierungssignale beim Nektar- und Pollensuchen nutzen.

Die Blüten sind von einem Feld negativer Ladung umgeben. Die Hummeln dagegen sind positiv geladen. Bei der Landung auf der Blüte findet ein Ladungsausgleich. Der Pollen fliegt ihnen teilweise bereits vor der Landung regelrecht an den Körper, so die beiden Wissenschaftler.
Hummeln nutzen diesen Effekt aktiv, um Blüten zu finden. Entsprechend von den Wissenschaftlern preparierte Blüten wurden von den Hummeln verstärkt angeflogen. Unattraktive nicht preparierte Blüten dagegen weniger. Hummeln können sogar die Form des elektrischen Felds unterscheiden. All diese Informationen unterstützen die Gesamtheit der Sinnesorgane der Hummeln bei der Nahrungssuche. Da sich das elektrische Feld der Blüte mit einem Hummelbesuch ändert, können nachfolgende Hummeln wahrnehmen, dass diese Blüte bereits besucht wurde.

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 Farbige Partikel verraten die elektrische Ladung von Blüten. Clarke et al, 2013

Bundeslandwirtschaftsministerium agiert zu Lasten des Bienenschutzes in Europa, Pressemeldung deutscher Imkerverbände

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Deutsche Imkerverbände: Bundeslandwirtschaftsministerium agiert zu Lasten des Bienenschutzes in Europa

Kommissionsvorschlag für Teilverbote für bienengefährliche Neonicotinode verbessert Bienenschutz

15.03.2013: Die Deutschen Imkerverbände protestieren gegen die irreführende Tatsa-chenverdrehung und Verbreitung von täuschenden Halbwahrheiten durch das Bundeslandwirtschaftsministerium bezüglich des Kommissionsvorschlages zum Teilverbot bienengefährlicher Pestizide. 

Das Bundeslandwirtschaftsministerium erweckt mit der Darstellung in seiner gestrigen Pressemitteilung (Nr. 84 vom 14. März) den Eindruck, der Kommissionsvorschlag würde den Bienenschutz in Deutschland deutlich verschlechtern. Dies ist sachlich falsch. Zwar ist es richtig, dass die Bereiche Wintergetreide und auch die Produktion von Saatgut nicht vom Kommissionsvorschlag erfasst sind. Aigners Ministerium verschweigt allerdings, dass laut dem Kommissionsplan Anwendungen der drei Neonicotinoid-Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiomethoxam für fast alle bienenattraktiven Kulturen wie Raps, Sonnenblumen und Obstkulturen für zwei Jahre verboten würden, im Gegensatz und damit erheblich besser als zur Zeit in Deutschland. Der Vorschlag der EU-Kommission für ein Teilverbot der Neonicotinoide stellt einen Meilenstein für den Bienenschutz und insgesamt eine wesentliche Verbesserung des Status Quo in Deutschland dar. Zudem bleibt es Deutschland weiterhin möglich, über den Kommissionsvorschlag hinausgehende Anwendungsbeschränkungen für Wintergetreide und Saatgutproduktion zu erlassen. Die in der gestrigen Pressemitteilung vergossenen Krokodilstränen sind daher vollkommen unangebracht. (Weiterlesen -> Zur Pressemeldung)

Weitere Infos:
Informationsdienst Gentechnik: Deutschland blockiert Bienenschutz in der EU

Abwehrkräfte

Das proaktive Verteidigungsverhalten afrikanisierter Honigbienen ist bekannt. Doch auch japanische und orientalische Honigbienen verfügen über interessante Verteidigungsmechanismen. Forscher haben das Abwehrverhalten dieser Bienen gegenüber Hornissen beschrieben. Die Hornissen sterben bei einer Körpertemperatur, die unter der der Bienen liegt. Das machen sich die Bienen zunutze. Sie umringen die eindringende Hornisse von allen Seiten und erhitzen ihre Körper derart, dass die Hornissen quasi gekocht werden. Die Aufnahme der Wärmebildkamera unten sowie das hinterlegte Video zeigen den Moment, in dem die Bienen sich derart aufheizen.
Bei der orientalischen Honigbiene konnte zudem gezeigt werden, dass sie die Hinterleibe der Hornissen gezielt zusammendrücken, um diese so am Atmen zu hindern (Current Biology Bd. 17, S. 795).

UnbenanntQuelle: National Geographic

 

Pralle Pollenhöschen

Mit den ersten warmen Tagen des Jahres die Bienen fliegen zu sehen, ist ein fantastischer Anblick. Das Warten und Hoffen, ob die Tiere den Winter gut überstanden haben, hat ein Ende und wird endlich zur Gewissheit. Unseren Bienenvölkern scheint es jedenfalls gut zu gehen. Sie fliegen die Frühjahrsblüher an und sammeln Pollen, der die wichtige Eiweißquelle für die Brut ist. Bei der Gelegenheit leeren sie auch ihre Kotblase, gut zu sehen in den letzten Schneefeldern vor dem Bienenstock. Die Pollenhöschen sind das Zeichen, dass Brut und damit auch eine Königin vorhanden ist. Essentiell für den erfolgreichen Start ins Jahr.
Die Völker bestehen noch immer größtenteils aus den Winterbienen des letzten Jahres. Da das Brutnest zunächst noch recht klein ist, sterben noch immer mehr Bienen als neue hinzukommen. Alles in allem noch immer eine recht kritische Zeit für die Bienen.

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Wann kommt ‚Münchner Stadthonig‘ in die Läden?

Als verspätetes Weihnachtsgeschenk erreicht mich Berliner Honig. Zwei Gläser, eines von Philipp aus Zehlendorf und eines von Roland aus Grunewald. Mir gefällt, dass es eine Dachmarke für Honig aus Berlin gibt, an die sich die Berliner Imker zur Honigvermarktung anschließen können. Davon träumen wir hier in München.

Bis dato gibt es bei uns keinen Verein, keine Marke und kein Miteinander, was die Erzeugung und Vermarktung von Stadthonig angeht (‚Unser Land‚ zählt hier nicht). Lieber wurstelt ein Jeder vor sich hin.

Vielleicht liegt das daran, dass ‚der Imker an sich‘ sehr stark zum Eigenbrödeln neigt, vielleicht liegt es daran, dass wir Imker in München ohnehin keine Absatzprobleme für unseren Honig haben. Vielleicht liegt’s aber auch daran, dass bei uns in München einfach noch niemand die Initiative für eine gemeinsame Marke für Münchner Honig ergriffen hat.

Wir von der Honigpumpe möchten dieses Jahr mit einem gemeinsamen Label starten, arbeiten bereits daran und freuen uns über Rückmeldung von anderen Imkern aus München.

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