Puh ist das heiß…

Aber wem’s zu warm ist, der kann ja einfach draußen schlafen.

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Aber Moment mal… schlafen Bienen denn überhaupt? Und woran erkannt man, dass eine Biene schläft?

Ruhende Bienen haben eine andere Körperhaltung, da die Muskelspannung abnimmt. Sie rühren sich nicht vom Fleck, lassen den Kopf sinken und knicken mit den Beinen ein, der Herzschlag verlangsamt sich. In diesen Phasen reagieren die Tiere kaum auf Störungen. Andere Tiere können über sie hinweglaufen und sie anstoßen, ohne dass eine Reaktion auftritt. Anders als beim Menschen wird die Tiefschlafphase der Biene von einer geringen Atemtätigkeit begleitet. Auf Schlafentzug reagieren Bienen jedoch ähnlich wie menschliche Zeitgenossen. Sie holen den entgangenen Schlaf in der nächsten Ruhephase nach. Diese dauert dann entsprechend länger. Die Brut wird übrigens rund um die Uhr versorgt. Pflegebienen arbeiten auch nachts, um den Nachwuchs mit frischem Futter bei Kräften zu halten. Da es im Bienenstock aber ohnehin rund um die Uhr dunkel ist, spielen diese Nachtschichten für sie vermutlich keine Rolle.

Weiterlesen im Deutschen Bienen-Journal

 

Schlechtestes Jahr für die Bienen seit über 30 Jahren

…meldet die Südwestpresse. Langer Winter, kaltes verregnetes Frühjahr sorgen dafür, dass sich die Bienenvölker schlecht entwickelt haben. Ganze Brutgenerationen sind ausgefallen und der Frühjahrshonig kann von den meisten Imkern abgeschrieben werden.

Als überzeugte Stadtimker verzichten wir auf Wanderungen in die Monokulturen im Umland (Raps), und genau deshalb sind unsere Honigräume bislang auch noch nicht gefüllt. Stimmt also nicht, dass es in der Stadt ertragsmäßig immer besser als auf dem Land läuft. Jetzt hoffen wir einfach, dass die Bienen noch kräftig Nektar von Robinie und Linde eintragen. Möge es warm und trocken bleiben. Die Bilder stammen von heute Morgen.

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Heute Morgen herrschte ordentlicher Flugbetrieb vorm Flugloch

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Der rote Pollen stammt übrigens von der Roßkastanie

Und das lesen wir spannendes über den Pollen der Roßkastanie:
Die Pollenproduktion der Roßkastanie wird angegeben mit 26000 Körner pro Staubblatt, 180000 je Blüte und 42 Milllionen je Blütenstand. Von einer Blüte wird im Ganzen je Mittel 0.8 – 1 mg Pollen produziert, wovon 0,5 mg täglich zur Verfügung stehen. Der Pollen von Aesculus hippocastanum und Ae. pavia wird von den Bienen in großen, dunkelroten bis manchmal violetten Höschen eingetragen, die ein Gewicht von 8 – 11mg erreichen und somit zu den grössten von den Bienen gesammelten Pollen gehören. Die Pollentracht beginnt frühmorgen und dauert bis in die Nachmittagsstunden, über die Hälfte der gesammelten Pollenmenge wird vor 10:00 morgens eingetragen.“

Originalquelle (Englisch)

Schwarmalarm

Felix sitzt in diesem Moment bei unseren Völkern in der Maximilianstraße und wartet darauf, dass ein Schwarm abgeht. Ich hatte bereits das Glück, einem Volk beim Schwärmen beizuwohnen. Volk Nummer 7 im Glockenbachviertel wollte am Dienstag raus. Zum Glück in der Mittagspause.

Schwärmende Bienenvölker sind ein Naturschauspiel. Der Himmel, der Boden ist voll von Bienen, auf Imkerdeutsch heißt es, „der Schwarm fällt“.

Irgendwann sammeln sich die Tiere und hängen sich in einer Schwarmtraube auf. Da unsere Bienen bereits auf einem Dach stehen, hing auch der Schwarm entsprechend hoch, und ich musste die Feuerwehr um ihre Leiter bitten. Die, die dann kam, war nicht lang genug. Und dann kam noch ein zweiter Wagen. Und dessen Leiter hat mich dann hoch über die Dächer des Glockenbachviertels gehoben! Ich konnte der St. Maximilian in den Glockenturm schauen. Das war so atemberaubend, dass ich leider das Fotografieren über die Dächer vergessen habe…

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Na? Schwarm entdeckt? Oben, Mitte hat er sich gesammelt.

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Die Nummer 7 unserer Völker im Glockenbachviertel hat sich geteilt.

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…nicht mal die Mülltonnen mussten aus der Einfahrt genommen werden…

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Nach den nassen Tagen war das Schwärmen abzusehen. Die zwei Königinnen müssen schon eine ganze Weile zusammen im Volk gelebt haben. Und klar, dass der erste warme und sonnige Tag von einer Königin dazu genutzt wird, das Weite zu suchen…

Bienen als Nützling im Bio-Landbau

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Wie praktisch: in Finnland helfen Bienen beim Biolandbau mit, Erdbeeren vor Grauschimmel zu schützen. Beim Ausfliegen nehmen sie einen gutartigen Pilz mit auf ihren Bestäubungsflug zu den Erdbeerblüten. Wie das genau funktioniert, könnt Ihr in einem Beitrag von Joachim Budde im Deutschlandfunk nachlesen bzw. -hören.

„Viele Insekten übertragen Krankheiten auf Mensch, Tier oder Pflanze. Doch Insekten können auch Organismen übertragen, die Krankheiten verhindern. Wissenschaftler aus Finnland haben ein System entwickelt, bei dem Bienen Erdbeeren vor Grauschimmel schützen.“

Krankheitsschutz für Erdbeeren: Beitrag im Deutschlandfunk