Das einzige Lebensmittel, das nie schlecht wird. Oder: Wie lange hält sich Honig?

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Laut Honigpumpenhonigetikett ist unser Honig drei Jahre haltbar. Das stimmt so nicht ganz.

In Wahrheit hält sich unser Honig – und Honig allgemein – sehr viel länger. Und folgt man der Erklärung auf io9.com, wird Honig niemals schlecht und kann sogar noch nach Jahrtausenden genossen werden.

Tatsächlich gibt es keinen Grund, unseren Honig NICHT superschnell zu verputzen und ein neues Glas unseres Münchner Stadthonigs zu kaufen. Katharine Trendakosta von io9 erklärt jedoch, warum man Honig auch weit nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums essen kann.

  • Geringe Feuchtigkeit: Honig enthält in der Regel einen Wasseranteil unter 16% – nur sehr wenigen Bakterien oder Mikroorganismen auf der Erde ist es möglich, unter diesen Bedingungen zu leben.
  •  Geringer pH-Wert: Bei einem Säurewert zwischen 3 und 4,5% werden die meisten Organismen abgetötet, die sich im Honig ansiedeln wollen.
  • Glucose-Oxidase: Bienen dicken Nektar ein und reichern ihn mit einem Enzym an, wobei Glukonsäure und Wasserstoffperoxid entstehen. Letzteres wirkt schädlichen Lebewesen im Honig ebenso entgegen.

Ist Honig also für alle und alle Zeiten uneingeschränkt genießbar? Nicht ganz. Kleinkinder unter einem Jahr, deren Darm noch nicht mit Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum umgehen kann, sollten noch keinen Honig bekommen. Ältere Kinder und Erwachsene können sich den Honig beruhigt schmecken lassen. Auch wenn er schon länger im Regal steht.

Warum dann das Haltbarkeitsdatum? Das Lebensmittelgesetz verpflichtet uns dazu, überhaupt eines anzugeben, allerdings nicht welches. Die drei Jahre sind frei gewählt.
Zum Artikel auf io9.com (englisch)