Hummeln nutzen die elektrischen Felder von Blüten zur Orientierung

Zwei Wissenschaftler der Universität Bristol, Dominic Clarke und Heather Whitney, haben kürzlich beschrieben, wie Hummeln elektrische Felder von Blüten als Orientierungssignale beim Nektar- und Pollensuchen nutzen.

Die Blüten sind von einem Feld negativer Ladung umgeben. Die Hummeln dagegen sind positiv geladen. Bei der Landung auf der Blüte findet ein Ladungsausgleich. Der Pollen fliegt ihnen teilweise bereits vor der Landung regelrecht an den Körper, so die beiden Wissenschaftler.
Hummeln nutzen diesen Effekt aktiv, um Blüten zu finden. Entsprechend von den Wissenschaftlern preparierte Blüten wurden von den Hummeln verstärkt angeflogen. Unattraktive nicht preparierte Blüten dagegen weniger. Hummeln können sogar die Form des elektrischen Felds unterscheiden. All diese Informationen unterstützen die Gesamtheit der Sinnesorgane der Hummeln bei der Nahrungssuche. Da sich das elektrische Feld der Blüte mit einem Hummelbesuch ändert, können nachfolgende Hummeln wahrnehmen, dass diese Blüte bereits besucht wurde.

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 Farbige Partikel verraten die elektrische Ladung von Blüten. Clarke et al, 2013

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