Bienenkiller Neonicotinoide

Ein Muss für alle Bienenfreunde und Bienenschützer: schaut Euch bitte dieses Video über Neonicotinoide an.

Neonicotinoide sind die Gifte, die Bauern seit den 90ern in Europa und weltweit in Tonnen auf die Felder sprühen. Sich über Jahre im Boden anreichern. Ungezielt auf andere Pflanzen und Tiere übergehen und selbst in subletalen Dosen die Bienen noch nach Generationen schädigen und umbringen. In Südamerika werden Genpflanzen großflächig mit dem Zeug besprüht. Inklusive der verarmten Landbevölkerung. Missbildungen, Ausschläge, Totgeburten sind die Folge. Dargelegt im SZ-Magazin.

Das Video dauert seine sieben Minuten. Aber das ist gut angelegte Zeit. Danach seid Ihr Pro’s in Sachen Pestizide und ihre katastrophale Wirkung auf die Bienen und andere Insekten, das gesamte Ökosystem – und uns Menschen.

Videolink

 

Samstag, 11. Oktober: Die Honigpumpe marschiert und motzt gegen Monsanto

March_Against_Monsanto_Vancouver (Medium)

„March Against Monsanto Vancouver“ by Rosalee Yagihara from Vancouver, Canada – 032A3231. Licensed under Creative Commons Attribution 2.0 via Wikimedia Commons

Wenn Du schon immer mal mit einem Imker mitlaufen wolltest – am Samstag hast Du die Chance dazu. Wir gehen allerdings nicht zu den Bienen sondern auf die Straße und demonstrieren gegen Monsanto, diesen Scheißkonzern, der die Welt mit seinem Gendreck zumüllen möchte. Es gibt einige gute Gründe als Imker sauer auf diesen Laden zu sein, hier in Kurzform (Quelle):

  • genetisch veränderte Pflanzen werden auch von Bienen beflogen. Der Genpollen verunreinigt den Honig. Der Honig ist somit nicht mehr verkehrsfähig. Genpollen im Honig treibt Imker in den Ruin.
  • genetisch veränderte Pflanzen, die außerhalb der Labore angebaut werden, kreuzen sich wild mit ähnlichen Sorten in der Natur. Dies kann nicht rückgängig gemacht werden. Es bestehen jedoch zum Teil gesundheitliche Risiken für  Mensch und Tier bei Kontakt mit Genpflanzen (insbesondere der Verzehr).
  • auf Feldern mit Saaten, die mit Hilfe der Genmanipulation resistent gegen Spritzmittel gemacht wurden, müssen mit der Zeit immer mehr Pestizide ausgebracht werden, da auch die Unkräuter mit der Zeit Resistenzen gegen die Gifte entwickeln. Genmanipulierte Saaten erfordern daher mehr Spritzmittel. Pestizide sind ein Grund für das Bienensterben.

Termin und Ort der Demo kannst Du Dir gleich von hier fett und rot für Deinen Kalender übernehmen: Samstag, 11. Oktober. Start 12 Uhr auf dem Rindermarkt.

flyer-mam-111014

Organisiert wird der Protestmarsch von Action Freedom – entlang dieser Route:

Wir Imker stehen auch am Mikrophon und sprechen über die ungeheuerlichen Auswirkungen der Monsanto-Gentechnik auf Bienen und Honig. Kommt alle!

Mitmarschieren zur offiziellen Infoseite

Die Wirkung von Pestiziden in der Umwelt, Beitrag im Deutschlandfunk

agriculture-89168_1280

Seit mehr als 50 Jahren werden synthetische Pflanzenschutzmittel weltweit und tonnenweise versprüht. Aber noch immer ist das Wissen über die Wirkung dieser Gifte auf Frosch, Hummel, Mensch und ganze Ökosysteme lückenhaft. Es zeichnet sich ab, dass wir bei der Bewertung ihrer Schädlichkeit noch immer die falschen Fragen stellen.

Schweigen im Frühling
– Die Wirkung von Pestiziden in der Umwelt
Beitrag im Deutschlandfunk „Wissenschaft im Brennpunkt“ von Marieke Degen und Arndt Reuning vom 9. Mai 2013

Vollständiges Beitragsmanuskript nachlesen

EU-Verbot von drei Pestiziden steht zur Abstimmung

Leider kein umfassendes Verbot, leider nur auf bestimmte Pestizide beschränkt und das ganze nur zeitlich begrenzt: 15 EU-Staaten haben heute dafür gestimmt, drei Pestiziden für den Zeitraum von zwei Jahren zu verbieten. Zwei Jahre, die nicht dazu ausreichen werden, dass sich die Böden regenerieren können und in denen andere Gifte weiter legal versprüht werden dürfen. Die Nachricht in der Süddeutschen Zeitung:

Sie verlieren die Orientierung und können sich nicht mehr um den Nachwuchs kümmern: Pestizide haben verheerende Auswirkungen auf das Bienengehirn. Nun hat sich die EU dazu durchgerungen, bestimmte Pflanzenschutzmittel zu verbieten.

Gute Nachrichten für Umweltschützer und Imker: Für einen besseren Schutz von Bienen haben sich die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich für ein Teilverbot von drei umstrittenen Pestiziden ausgesprochen. Angaben von EU-Diplomaten zufolge stimmten 15 Staaten für das Verbot, darunter auch Deutschland. Damit liegt die Entscheidung nun bei der EU-Kommission, die ein Verbot befürwortet.

Artikel weiterlesen auf den Seiten der SZ

Greenpeace fordert Verbot bienenschädigender Pestizide: Neue Studie veröffentlicht

Bildschirmfoto 2013-04-09 um 12.18.13I09.04.13

Greepeace hat heute einen neuen Bericht zum Bienensterben vorgestellt. Darin wird ein Verbot bienengefährlicher Pestizide gefordert, namentlich sind dies

  • Imidacloprid (Bayer)
  • Thiamethoxam (Syngenta)
  • Clothianidin (Bayer)
  • Fipronil (BASF)
  • Chlorpyrifos (Bayer, Dow Agroscience, u.a.)
  • Cypermethrin(SBM Développement, CPMA u.a.)
  • Deltamethrin (viele Hersteller)

Sofern der Kontakt mit den Mitteln nicht tödlich auf die Bienen wirkt, so treten lt. Studie Beeinträchtigungen der Bienen in den folgenden Bereichen auf:

  1. Physiologische Wirkungen, die auf verschiedenen Ebenen auftreten und beispielsweise als Entwicklungsrate (d. h. die bis zur vollen Entwicklung der Bienen benötigte Zeit) oder als Missbildungsrate (d. h. in den Zellen innerhalb des Bienenstocks) gemessen wurden.
  2. Störungen des Sammelmusters von Honigbienen, beispielsweise durch Auswirkungen auf Navigation und Lernverhalten.
  3. Beeinträchtigung des Sammelverhaltens durch Bienen abschreckende und zurückweisende Wirkungen so wie Einschränkung der olfaktorischen Fähigkeiten.
  4. Auswirkungen neurotoxischer Pestizide auf die für Insekten äußerst wichtigen Lernprozesse (d. h. Wiedererkennen von Blüten und Nistplätzen, räumliche Orientierung).
Zum Greenpeace-Bericht
Seite 1 von 212