Bienenkiller Neonicotinoide

Ein Muss für alle Bienenfreunde und Bienenschützer: schaut Euch bitte dieses Video über Neonicotinoide an.

Neonicotinoide sind die Gifte, die Bauern seit den 90ern in Europa und weltweit in Tonnen auf die Felder sprühen. Sich über Jahre im Boden anreichern. Ungezielt auf andere Pflanzen und Tiere übergehen und selbst in subletalen Dosen die Bienen noch nach Generationen schädigen und umbringen. In Südamerika werden Genpflanzen großflächig mit dem Zeug besprüht. Inklusive der verarmten Landbevölkerung. Missbildungen, Ausschläge, Totgeburten sind die Folge. Dargelegt im SZ-Magazin.

Das Video dauert seine sieben Minuten. Aber das ist gut angelegte Zeit. Danach seid Ihr Pro’s in Sachen Pestizide und ihre katastrophale Wirkung auf die Bienen und andere Insekten, das gesamte Ökosystem – und uns Menschen.

Videolink

 

Die Wirkung von Pestiziden in der Umwelt, Beitrag im Deutschlandfunk

agriculture-89168_1280

Seit mehr als 50 Jahren werden synthetische Pflanzenschutzmittel weltweit und tonnenweise versprüht. Aber noch immer ist das Wissen über die Wirkung dieser Gifte auf Frosch, Hummel, Mensch und ganze Ökosysteme lückenhaft. Es zeichnet sich ab, dass wir bei der Bewertung ihrer Schädlichkeit noch immer die falschen Fragen stellen.

Schweigen im Frühling
– Die Wirkung von Pestiziden in der Umwelt
Beitrag im Deutschlandfunk „Wissenschaft im Brennpunkt“ von Marieke Degen und Arndt Reuning vom 9. Mai 2013

Vollständiges Beitragsmanuskript nachlesen

EU-Verbot von drei Pestiziden steht zur Abstimmung

Leider kein umfassendes Verbot, leider nur auf bestimmte Pestizide beschränkt und das ganze nur zeitlich begrenzt: 15 EU-Staaten haben heute dafür gestimmt, drei Pestiziden für den Zeitraum von zwei Jahren zu verbieten. Zwei Jahre, die nicht dazu ausreichen werden, dass sich die Böden regenerieren können und in denen andere Gifte weiter legal versprüht werden dürfen. Die Nachricht in der Süddeutschen Zeitung:

Sie verlieren die Orientierung und können sich nicht mehr um den Nachwuchs kümmern: Pestizide haben verheerende Auswirkungen auf das Bienengehirn. Nun hat sich die EU dazu durchgerungen, bestimmte Pflanzenschutzmittel zu verbieten.

Gute Nachrichten für Umweltschützer und Imker: Für einen besseren Schutz von Bienen haben sich die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich für ein Teilverbot von drei umstrittenen Pestiziden ausgesprochen. Angaben von EU-Diplomaten zufolge stimmten 15 Staaten für das Verbot, darunter auch Deutschland. Damit liegt die Entscheidung nun bei der EU-Kommission, die ein Verbot befürwortet.

Artikel weiterlesen auf den Seiten der SZ

Greenpeace fordert Verbot bienenschädigender Pestizide: Neue Studie veröffentlicht

Bildschirmfoto 2013-04-09 um 12.18.13I09.04.13

Greepeace hat heute einen neuen Bericht zum Bienensterben vorgestellt. Darin wird ein Verbot bienengefährlicher Pestizide gefordert, namentlich sind dies

  • Imidacloprid (Bayer)
  • Thiamethoxam (Syngenta)
  • Clothianidin (Bayer)
  • Fipronil (BASF)
  • Chlorpyrifos (Bayer, Dow Agroscience, u.a.)
  • Cypermethrin(SBM Développement, CPMA u.a.)
  • Deltamethrin (viele Hersteller)

Sofern der Kontakt mit den Mitteln nicht tödlich auf die Bienen wirkt, so treten lt. Studie Beeinträchtigungen der Bienen in den folgenden Bereichen auf:

  1. Physiologische Wirkungen, die auf verschiedenen Ebenen auftreten und beispielsweise als Entwicklungsrate (d. h. die bis zur vollen Entwicklung der Bienen benötigte Zeit) oder als Missbildungsrate (d. h. in den Zellen innerhalb des Bienenstocks) gemessen wurden.
  2. Störungen des Sammelmusters von Honigbienen, beispielsweise durch Auswirkungen auf Navigation und Lernverhalten.
  3. Beeinträchtigung des Sammelverhaltens durch Bienen abschreckende und zurückweisende Wirkungen so wie Einschränkung der olfaktorischen Fähigkeiten.
  4. Auswirkungen neurotoxischer Pestizide auf die für Insekten äußerst wichtigen Lernprozesse (d. h. Wiedererkennen von Blüten und Nistplätzen, räumliche Orientierung).
Zum Greenpeace-Bericht

Bundeslandwirtschaftsministerium agiert zu Lasten des Bienenschutzes in Europa, Pressemeldung deutscher Imkerverbände

Bildschirmfoto 2013-03-17 um 18.23.57I17.03.13

Deutsche Imkerverbände: Bundeslandwirtschaftsministerium agiert zu Lasten des Bienenschutzes in Europa

Kommissionsvorschlag für Teilverbote für bienengefährliche Neonicotinode verbessert Bienenschutz

15.03.2013: Die Deutschen Imkerverbände protestieren gegen die irreführende Tatsa-chenverdrehung und Verbreitung von täuschenden Halbwahrheiten durch das Bundeslandwirtschaftsministerium bezüglich des Kommissionsvorschlages zum Teilverbot bienengefährlicher Pestizide. 

Das Bundeslandwirtschaftsministerium erweckt mit der Darstellung in seiner gestrigen Pressemitteilung (Nr. 84 vom 14. März) den Eindruck, der Kommissionsvorschlag würde den Bienenschutz in Deutschland deutlich verschlechtern. Dies ist sachlich falsch. Zwar ist es richtig, dass die Bereiche Wintergetreide und auch die Produktion von Saatgut nicht vom Kommissionsvorschlag erfasst sind. Aigners Ministerium verschweigt allerdings, dass laut dem Kommissionsplan Anwendungen der drei Neonicotinoid-Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiomethoxam für fast alle bienenattraktiven Kulturen wie Raps, Sonnenblumen und Obstkulturen für zwei Jahre verboten würden, im Gegensatz und damit erheblich besser als zur Zeit in Deutschland. Der Vorschlag der EU-Kommission für ein Teilverbot der Neonicotinoide stellt einen Meilenstein für den Bienenschutz und insgesamt eine wesentliche Verbesserung des Status Quo in Deutschland dar. Zudem bleibt es Deutschland weiterhin möglich, über den Kommissionsvorschlag hinausgehende Anwendungsbeschränkungen für Wintergetreide und Saatgutproduktion zu erlassen. Die in der gestrigen Pressemitteilung vergossenen Krokodilstränen sind daher vollkommen unangebracht. (Weiterlesen -> Zur Pressemeldung)

Weitere Infos:
Informationsdienst Gentechnik: Deutschland blockiert Bienenschutz in der EU

EFSA: Bayer und Syngenta mitverantwortlich für das Bienensterben

industrieagrarflächenLändliche Idylle westlich von Erding, Quelle: Google Earth

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gab am 17. Januar eine Pressemitteilung heraus, in der sie das Bienensterben und die von Bayer und Syngenta als Pestizide vertriebenen Neonicotinoide hinweist. Konkret geht es um Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Bereits 2008 starben im Südwesten Deutschlands 11500 Völker nach dem Einsatz von Clothianidin.

„In den Fällen, in denen es der EFSA möglich war, die Risikobewertungen abzuschließen, kam sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Sachverständigen aus den EU-Mitgliedstaaten für alle drei Wirkstoffe zu folgendem Schluss:

  • Exposition durch Pollen und Nektar: Nur die Verwendung bei Nutzpflanzen, die für Honigbienen uninteressant sind, wurde als akzeptabel erachtet.
  • Exposition durch Stäube: Ein Risiko für Honigbienen bestand bzw. konnte nicht ausgeschlossen werden, mit einigen Ausnahmen, wie bei der Verwendung für Zuckerrüben oder Nutzpflanzen, die in Gewächshäusern angebaut werden, und bei der Verwendung einiger Granulatformen.
  • Exposition durch Guttation: Nur die Risikobewertung für mit Thiamethoxam behandeltem Mais konnte abgeschlossen werden. Hier zeigen Feldstudien eine akute Wirkung auf Honigbienen, die dem Wirkstoff mittels Guttationsflüssigkeit ausgesetzt waren.“
Zur Pressemeldung der EFSA

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Seite 1 von 212