Löwenzahn

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Ein schwül-warmer sonniger Maitag neigt sich dem Ende zu, und draußen geht ein kräftiger Gewitterregen runter. Nichts ist besser als Sonnenschein und feuchte Wärme. Ideale Voraussetzungen dafür, dass die Blüten Nektar bilden – und die Bienen ihn sammeln können. Die stärksten Völker haben bereits den ersten Honigraum gefüllt, der zweite ist halbvoll, den dritten habe ich heute aufgesetzt. Der Nektar, der jetzt eingetragen wird, steht als „Frühjahrsblüte“ ab Juli in den Läden. Löwenzahn, Ahorn, Obst ist drin und überhaupt alle Frühjahrsblüher, die die Bienen anfliegen.

„Honigräume“ – das sind die halbhohen Kästen, die auf den größeren Kästen (den „Brutkästen“) oben draufstehen. Dort tragen die Bienen den Nektar ein und arbeiten ihn zu Honig um (= Enzyme rein, Wasser raus). Sie lagern den Honig fern vom Flugloch ein – um es ihren Feinden, Wespen, Mäusen und Bären möglichst schwer zu machen, an den Honig zu kommen. Wer uns beim Imkern über die Schulter schauen möchte, muss allerdings nur oben den Deckel aufmachen und den Finger in die warmen Waben stecken, um eine Idee zu bekommen, wie die Frühjahrsblüte 2015 schmecken wird…

Hochbetrieb im Bienenstock

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Langsam geht die Ahornblüte bei uns in der Stadt zuende. Jetzt ist die Zeit, in der das Obst in voller Pracht steht. Das Wetter passt, die Völker tragen massiv Nektar ein. Die Bilder zeigen einen Kasten in Nymphenburg. Die Waben sind hellgelb geputzt und voll frischem Nektar (glänzende Flüssigkeit im unteren Teil der Wabe) sowie Brut in verschiedenen Stadien. Im mittleren Bild verdeckelt und im unteren Bild als gerade gelegte Eier. An der hellbraunen Färbung der Bienen seht Ihr, dass es sich um Buckfast-Bienen handelt. Jungbienen aus diesem Jahr. Ganz emsig unterwegs. Der Stock duftet süßlich nach dem gerade eingetragenen Nektar. Alles läuft auf Hochtouren.

Das alte Winterfutter benötigen die Bienen jetzt nicht mehr. Stattdessen haben wir den Völkern Platz gegeben, den vielen Nektar einzulagern und zu Honig umzuarbeiten. Die Völker ziehen eifrig Drohnen auf, und schon bald beginnt die Schwarmzeit. Die Völker wollen sich vermehren.

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Saisonstart

Ist jetzt schon über eine Woche her, dass wir unsere Frühjahrsdurchsicht abgeschlossen haben. Und es sieht gut aus – mit weniger als 10% Verlusten kommen unsere Völker aus dem Winter.

Ein Volk wäre uns fast verhungert; zwei, drei waren ohne Königin; insgesamt sind Martin und ich aber hochzufrieden mit dem Zustand unserer Völker. Auf eine schöne Bienensaison!

IMG_0137a (Medium) IMG_0001 (2)a (Medium)IMG_0161a (Medium)IMG_0002a (Medium)Volk auf fünf besetzten Dadant-Waben.

IMG_0003a (Medium)Die Reinigung des Gitterbodens vom ‚regulären‘ Winterbienentotenfall gehört zur Frühjahrsdurchsicht.

IMG_0001a (Medium)Hier waren die Bienen mit ihrem eigenen Putztrieb schneller als der Imker: Blick auf ein pikobellosauberes Gitter – nach sechs Monaten Winterpause.

Winterbehandlung

Honigpumpe_winter (Andere)Die letzte Aktion an den Bienen im Jahr ist üblicherweise die Oxalsäurebehandlung. Mit ihr sollte man sämtliche auf den Bienen sitzende Varroen erwischen – nun, da die Völker (idealerweise) brutfrei sind.

Die Bienenstöcke werden kurz geöffnet und zwanzig bis fünfzig Milliliter der 3,5% Säure in die Wabengassen geträufelt. Eine gute Gelegenheit den Zustand der Völker zu überprüfen.

Nachdem wir uns an allen Bienenständen durch den Tiefschnee gekämpft hatten, folgte die Erleichterung: Alle unsere Völker sind wohlauf. An der Varroamilbe ist uns 2014 kein einziges Volk eingegangen! Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Völker genug Futter haben und nicht zu früh in die Brut gehen…

Wir wünschen allen Freunden und Unterstützern der Imkerei Honigpumpe, allen Honigliebhabern und Bienenfans ein großartiges, summendes Jahr 2015!

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