EFSA: Bayer und Syngenta mitverantwortlich für das Bienensterben

industrieagrarflächenLändliche Idylle westlich von Erding, Quelle: Google Earth

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gab am 17. Januar eine Pressemitteilung heraus, in der sie das Bienensterben und die von Bayer und Syngenta als Pestizide vertriebenen Neonicotinoide hinweist. Konkret geht es um Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Bereits 2008 starben im Südwesten Deutschlands 11500 Völker nach dem Einsatz von Clothianidin.

„In den Fällen, in denen es der EFSA möglich war, die Risikobewertungen abzuschließen, kam sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Sachverständigen aus den EU-Mitgliedstaaten für alle drei Wirkstoffe zu folgendem Schluss:

  • Exposition durch Pollen und Nektar: Nur die Verwendung bei Nutzpflanzen, die für Honigbienen uninteressant sind, wurde als akzeptabel erachtet.
  • Exposition durch Stäube: Ein Risiko für Honigbienen bestand bzw. konnte nicht ausgeschlossen werden, mit einigen Ausnahmen, wie bei der Verwendung für Zuckerrüben oder Nutzpflanzen, die in Gewächshäusern angebaut werden, und bei der Verwendung einiger Granulatformen.
  • Exposition durch Guttation: Nur die Risikobewertung für mit Thiamethoxam behandeltem Mais konnte abgeschlossen werden. Hier zeigen Feldstudien eine akute Wirkung auf Honigbienen, die dem Wirkstoff mittels Guttationsflüssigkeit ausgesetzt waren.“
Zur Pressemeldung der EFSA

Artikel in der Süddeutschen Zeitung