Was blüht wann und wo?

Es grünt und sprießt. Die Knospen werden immer dicker und man meint sie platzen zu hören, wenn sich die Blätter und Blüten herausschieben. Je nach Wetterlage unterscheiden sich die Vegetationsperioden der Pflanzen allerdings in einer Region. Teils nur um wenige Tage, teils um Wochen. Aufschluss darüber, wann es wo blüht, gibt das sogenannte Blühpflanzenmonitoring.

Für uns Imker ist es wichtig zu wissen, wie weit sich die Natur in der Umgebung der Bienenstandplätze entwickelt hat, da dies direkte Auswirkungen auf die Völker hat. Je mehr blüht, desto mehr Nektar und Pollen kann eingetragen werden. Entsprechend müssen die Beuten mit Honigräumen erweitert werden. Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Rheinland-Pfalz ermöglicht es, Naturbeobachtungen online zu übermitteln und so die Vegetationsphasen der Pflanzen deutschlandweit zu erfassen.

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„Seit dem letzten Jahr führen das DLR Fachzentrum für Bienen und Imkerei Mayen und die Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz deutschlandweit ein Blühphasenmonitoring durch. Hier werden Beobachtungen zum Blühbeginn, der Blühdauer und dem Blühende der wichtigsten Trachtpflanzen erfasst. Diese Daten werden zur Entwicklung der Bienenvölker und zur Varroaentwicklung in Beziehung gesetzt, um eventuelle Gesetzmäßigkeiten aufdecken zu können. Zudem können eventuelle Auswirkungen des Klimawandels auf die Bienen dokumentiert werden. Weiterhin wird es zukünftig auch möglich sein, Blühprognosen zu berechnen.
Erste aktuelle Meldungen zum Blühbeginn der Hasel sind bereits eingetroffen, deutlich früher als im letzten Jahr (was zunächst noch nicht zur Beunruhigung führen sollte).
Auf der Internetseite www.bienenkunde.rlp.de kann jeder seine Beobachtungen mit Angabe zum jeweiligen Pflanzenstandort eintragen. Auch besteht die komfortable Möglichkeit die Daten über ein Smartphone direkt aus der Natur zu senden. Dabei werden die Standort- und Höhendaten direkt mitgeliefert.“

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